Paypal und Venmo integrieren Bitcoin

Die Bezahldienste Paypal und Venmo wollen Bitcoin und andere Kryptowährungen als Bezahlmethode in ihre Dienste integrieren.

„Nach meinem Verständnis wird das Kaufen und Verkaufen von Kryptowährungen direkt in Paypal und Venmo funktionieren.“ Die Bezahldienste würden „über eine Art integriertes Wallet verfügen, in dem man die Währung sichern könnte.“

Es sei jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar welche Kryptowährungen genau dabei sein werden. Neben Bitcoin könnten so auch Ethereum, Ripple, Tether und weitere Währungen unterstützt werden. Laut Coindesk soll das Feature bereits in den kommenden drei Monaten in die Bezahldienste integriert werden soll.

Weltweit nutzen rund 325 Millionen Menschen den Bezahldienst Paypal – selbst wenn nur ein Bruchteil davon nun anfängt, mit Bitcoin und Co. zu handeln, könnte das die Krypto-Szene nachhaltig verändern.

Paypal & Venmo folgen Square und Robinhood

Paypal und Venmo wären nicht die ersten Bezahldienste, die Kryptowährungen integrieren. Das Unternehmen Square, Inc. von Twitter-Chef Jack Dorsey etwa unterstützt seit 2018 Bitcoin als einzige Kryptowährung, während die Trading-App Coinbase seinen Nutzern den Handel mit verschiedensten Kryptowährungen erlaubt.

Florian Döhnert-Breyer vom Berliner Krypto-Investment-Unternehmen F5 Crypto Capital sagte, dass es so scheine, als ob sich Paypal dem weiter aufstrebenden Krypto-Markt sowie den „mittlerweile signifikanten Umsätzen von Börsen wie Coinbase oder Zahlungsdienstleistern wie Square nicht mehr entziehen“ könne. Der geschäftsführende Partner geht davon aus, dass ein Richtungswechsel von Paypal hin zu einem Handelsplatz von Kryptowährungen „für die Anerkennung der Krypto-Industrie ein Meilenstein“ wäre.

Ein Sprecher des Krypto-Investment-Unternehmens BTC Direct äußerte sich gegenüber Business Insider ähnlich und sprach davon, dass der Schritt eine Bestätigung dafür sei, dass Bitcoin ernst genommen wird. Der Unternehmenssprecher erwartet jedoch nicht, dass Paypal durch den Schritt Neukunden werben wird. Diejenigen, „die Bitcoin oder andere Kryptowährungen kaufen möchten, finden ihren Weg sowieso“, sagt er. In die andere Richtung könnte es jedoch sehr wohl den Markt aufmischen. Denn wenn Paypal auch nur ein Prozent ihrer Kunden davon überzeugen können, Bitcoin zu kaufen, dann gibt es 3,5 Millionen neue Käufer.